Herzlich willkommen in der privaten Praxis für Psychotherapie und Körperarbeit Thomas Struppe in Zittau!

Auf diesen Seiten möchte ich Sie gern dazu einladen, mich und meine Arbeit etwas näher kennen zu lernen. Seit 2013 betreue ich in meiner Praxis in Zittau Klienten, die vor unterschiedlichen Herausforderungen und Entscheidungen auf ihrem Lebensweg stehen. Während meiner praktischen Tätigkeit haben sich dabei drei zentrale Kernbereiche herausgebildet.

 

Kognitive Verhaltenstherapie

Die Kognitive Verhaltenstherapie ist eine psychotherapeutische Schule. Sie betont den Einfluss unserer Gedanken auf unser Erleben und Verhalten. Die Hauptziele der Methode sind das Bewusstmachen von Gedankenmustern, die Prüfung eben jener an der Realität, die eventuelle Korrektur irrationaler Überzeugungen und Einstellungen und schließlich der Transfer der neu erarbeiteten Muster in das alltägliche Verhalten.

Im Gegensatz zur Psychoanalyse ist die KVT am Hier und Jetzt ausgerichtet. Es geht weniger um Aufarbeitung als viel mehr um Interventionen, welche den Zustand der Klienten in kurzer Zeit verbessern können.

 

Die KVT hat sich wissenschaftlich besonders für die Behandlung von Angststörungen, Depression und Panikstörung als wertvoll erwiesen (z.B. Metaanalyse von Cuijpers und Kollegen, 2016).

Paar- und Familienberatung

Viele psychische und psychosomatische Symptome oder Symptomkomplexe (so genannte Syndrome) sind Folge von Konflikten, welche sich innerhalb von Systemen vollziehen. Deshalb beziehe ich regelmäßig Partner, Eltern und andere Angehörige in meine Beratungen mit ein und verfolge dabei einen "systemischen Ansatz", denn keine noch so individuelle Erkrankung und kein innerer Konflikt lassen die Systeme Familie, Beziehung oder Kollektiv unberührt. Oft weiß das Umfeld mangels Kommunikation nicht einmal, was den Betroffenen eigentlich gut tut.

 

Systemische Techniken können sowohl Teil der regulären Psychotherapiesitzungen sein, oder aber konkret der Konfliktlösung innerhalb von Familie und Partnerschaft dienen. Sie können helfen, eine Situation proaktiv zu gestalten, oder einfach nur einen neuen Blickwinkel zu bekommen.  

Körperpsychotherapie und Körperarbeit

Die Körperpsychotherapie bildet so gesehen den Gegenpol zur Kognitiven (Verhaltens-)Therapie: Dort wo wir mit unserer menschlichen Rationalität und Logik nicht weiter kommen, müssen wir alternative Zugänge zu unserem (Unter-)Bewusstsein schaffen.

Wir finden dementsprechend zahlreiche Querverbindungen zwischen Körperhaltung, Gewebespannung, sowie der Atmung zu psychischen Prozessen oder Zuständen. Es entstand die viel zitierte Hypothese "Gewebe speichert Emotion".

 

Inzwischen haben sich zahlreiche Indikationen für die körper-orientierten Psychotherapieverfahren etabliert. Dazu gehören v.a. die somatoformen Störungen (körperliche Symptome ohne organischen Befund) und die Auswirkungen von Traumata (u.a. Röhricht, 2009).


Methodenübergreifendes Arbeiten für eine effektive Therapie

In meiner praktischen Arbeit verfolge ich einen eklektischen Ansatz. Das Konzept des Eklektizismus stammt bereits aus der Antike (deren Philosophie und Medizin mein Denken stark beeinflusst) und bezeichnet das Verbinden und Neuintegrieren von Theorien und Methoden, die sich eigentlich kategorial oder sogar konträr zueinander verhalten.

 

In der Psychotherapie ist es beispielsweise meiner Einschätzung nach überholt, singulär mit einem bestimmten Verfahren zu arbeiten. Die moderne Psychotherapieforschung stellt deshalb nicht mehr einfach nur die Frage "Was wirkt?", sondern "Welches Verfahren ist besser für welche Störung bzw. welches Individuum?". In vielen europäischen Ländern ist es deshalb bereits möglich, dass die Psychotherapeuten aus einem ganzen "Werkzeugkasten" an Methoden auswählen dürfen, während die Krankenkassen in Deutschland noch immer die Entscheidung für ein Richtlinienverfahren (Psychoanalyse, tiefenpsychologisch-orientiert, Verhaltenstherapie) fordern.

 

Im Rahmen der Ausübung von Psychotherapie auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes wird mir diese Freiheit der Methodenwahl bzw. -kombination aber ebenfalls möglich. So fließen immer wieder Übungen, Hintergrundinformationen und konkrete Techniken aus den verschiedenen Schulen ein (v.a. Kognitive Verhaltenstherapie, Systemische Beratung & Psychotherapie und Körperpsychotherapie), wenn ich das für die Klienten für sinnvoll erachte.